EBERBACHER ORGELSOMMER 2026
5. JULI | 12. JULI | 19. JULI | 26. JULI
SONNTAG 19 Uhr in der Kirche St. Johannes Nepomuk, Eberbach
Eintritt: 10 EUR
Freier Eintritt für Schüler und Studenten
Karten an der Abendkasse
Der Eberbacher Orgelsommer ist eine Veranstaltung der Römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Maria Mosbach-Neckarelz, c/o Eberbach
_____________________________
Sonntag, 5. Juli 2026 | 19 Uhr
Mario Peters | EBERBACH
„Ein Tag in Paris“
Programm
Eugène Gigout (1844-1925)
Toccata h-Moll
Léon Boëllmann (1862–1897)
Suite Gothique
I. Introduction – Choral
II. Menuet Gothique
III. Prière à Notre-Dame
IV. Toccata
César Franck (1822-1890)
Andantino g-Moll
Charles-Marie Widor (1844-1937)
Symphonie V pour Orgue op. 42 Nr. 1
I. Allegro vivace
II. Allegro cantabile
III. Andantino quasi allegretto
IV. Adagio
V. Toccata
Vita
Mario Peters wuchs in Bell im Landkreis Mayen-Koblenz auf, unweit des Laacher Sees und des Benediktinerklosters Maria Laach. Bereits in seiner Kindheit prägten ihn die feierlichen Konventämter und Stundengebete der Mönche mit ihren eindrucksvollen gregorianischen Gesängen und den faszinierenden Orgelimprovisationen nachhaltig. Diese frühen musikalischen Eindrücke weckten in ihm den Wunsch, selbst das Singen und Orgelspiel zu erlernen.
Nach dem Abitur studierte er Katholische Kirchenmusik (A-Examen) sowie Cembalo an der Musikhochschule Köln bei Prof. Rudolf Ewerhart und Prof. Hugo Ruf. Weitere Studien führten ihn an die Musikhochschule Stuttgart, wo er sich in den Fächern Orgelimprovisation bei Prof. Willibald Bezler, Chorleitung und Pädagogik weiterqualifizierte.
Von 1994 bis Mitte April 2024 wirkte Mario Peters als Kirchenmusiker an der katholischen Stiftskirche St. Jakobus in Hechingen. In dieser Zeit initiierte und plante er unter anderem die neue große Doppelorgel mit zwei Spieltischen, die 2004 eingeweiht wurde.
Seit Mitte April 2024 ist er als katholischer Bezirkskantor der neu errichteten Pfarreien St. Maria Mosbach-Neckarelz und St. Jakobus Sinsheim tätig. Sein Dienstsitz befindet sich an der Kirche St. Johannes Nepomuk in Eberbach. Dort leitet er die renommierte „Katholische Kantorei St. Johannes Nepomuk Eberbach“ sowie das Vokalensemble „SacraBanda“. Neben seiner Tätigkeit als Organist und Chorleiter verantwortet er zudem die kirchenmusikalische Aus- und Weiterbildung in den beiden Pfarreien.
_____________________________
Sonntag, 12. Juli 2026 | 19 Uhr
Ann-Helena Schlüter | ST. GALLEN
„Romantischer Sehnsuchtsort Orgel“
Programm
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Fantasia G-Dur Pièce d'Orgue BWV 572
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Andante F-dur KV 616 für eine Walze in eine kleine Orgel
Franz Liszt (1811–1886)
Präludium und Fuge über B-A-C-H
Ann-Helena Schlüter (*1976)
Längtan (schwedisch für Sehnsucht)
Gottfried Ritter (1811-1885)
Sonate Nr. 1 d-Moll op. 11
Allegro-Andante-Finale
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Fantasia und Fuga g-Moll BWV 542
Vita
Ann-Helena Schlüter ist Kirchenmusikerin im Bistum St. Gallen
und eine der vielseitigsten Künstlerinnen ihrer Zeit und genießt als Solistin am Flügel und an der Orgel sowie als Komponistin, Lyrikerin und Buchautorin international viel Ansehen. Sie studierte zuerst Klavier Konzertexamen und Meisterklassendiplom Konzertfach Klavier bei Bernd Glemser, HfM Würzburg. Dann Orgel ( Konzertfach Master Orgel bei Pieter van Dijk, HfMT Hamburg und Master Orgel bei Christoph Bossert, HfM Würzburg sowie Konzertexamen-Studium an der HfK Heidelberg und Aufbauklasse an der HSLU Luzern bei Kay Johannsen).
Die Deutsch-Schwedin wurde in einer Pianistenfamilie geboren und wuchs in Nürnberg auf. Schon früh zeigten sich ihre musikalischen und literarischen Talente, sie galt als Wunderkind und begann mit dem Klavierspiel mit 3 Jahren. Zunächst unterrichtet von ihrer Mutter Ann-Margret (Organistin und Musikpädagogin an der Universität Würzburg) und ihrem Vater Prof. Karl-Heinz Schlüter (Busoni-Preisträger, Dozent am Konservatorium Osnabrück und Nürnberg), nahm sie erfolgreich seit frühester Kindheit an internationalen Wettbewerben in Musik und Literatur teil, erspielte und erschrieb sich viele erste Preise und Auszeichnungen, u. a. bei den Internationalen Klavierwettbewerben in Nürnberg, München, London, Ettlingen sowie beim Steinway-Klavierwettbewerb in Hamburg und in Italien, zuvor war sie mehrfach erste Bundespreisträgerin mit Sonderpreis und Stipendien bei Jugend musiziert, sowie auch in internationalen Literaturwettbewerben. Internationale Meisterkurse in Klavier, Komposition, Klavierduo, Orgel u. a. bei Hakim, Ericsson, Latry, Roth, Jacobs, Perticaroli, Schmeding, Gulda, Weissenberg, Kämmerling, Gililov, Margulis, Badura-Skoda, Hewitt, Klavierduo Schlüter, Tal/Groethuysen rundeten ihre Ausbildung ab.
Ann-Helena Schlüter ist als gefragte Solistin am Flügel und an der Orgel weltweit zu erleben. So gastierte sie neben zahlreichen Konzertverpflichtungen in Deutschland und im europäischen Ausland bereits in Israel, Russland, Afrika und Nepal, auf den Philippinen, in Australien, USA und Asien, bei namhaften Klangkörpern wie der Deutschen Radio Philharmonie, den Jenaer Philharmonikern, dem Nürnberger Opernhaus-Orchester, dem Masterworks-Festival-Orchestra und diversen Kammerorchestern auf renommierten Bühnen, darunter das Gewandhaus zu Leipzig, die Liederhalle Stuttgart, das Mozarteum Salzburg, der Admiralspalast Berlin, die Meistersingerhalle Nürnberg, Schloss Elmau und die Laeiszhalle Hamburg.
Sie veröffentlichte bereits über zehn Soloalben, darüber hinaus Romane, Kompositionen, eigene Lyrikbände und Notenbände für Klavier, Orgel und Orchester (Verlage Fontis, Furore, Heinrichshofen, Stringendo, Intermezzo). Ihre Klavier-CDs erschienen bei cap-music und hänssler-Classic, eine Orgel-CD bei audite.
Ihre Bücher wurden bei kopaed Verlag München, Wißner Verlag, Fontis Verlag Basel, SCM Verlag, Periplaneta Lyrik Verlag Berlin, Glarè Verlag Frankfurt am Main verlegt. Ihre Noten erschienen u. a. bei Heinrichshofen Verlag, Furore Verlag Kassel, Laurentius Verlag Frankfurt am Main, Intermezzo Verlag Berlin. Sie studierte zudem Master Chorleitung an der Folkwang Kunst-Universität in Essen bei Jan Hoffmann (Dresden) und arbeitet als Konzertorganistin, Dozentin, Musikschulleiterin und Kirchenmusikerin in Deutschland und im Ausland.
_____________________________
Sonntag, 19. JULI 2026 | 19 UHR
PETER SCHLEICHER | STUTTGART
"Verflixte Gastfreundschaft"
Stummfilmklassiker (1923) von Buster Keaton mit Live-Orgel-Improvisation
Vita
Peter Schleicher wurde am 29.09.1985 in Stuttgart geboren. Er studierte von 2006 bis 2015 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Schulmusik, Kirchenmusik und Orgelimprovisation und schloss mit Auszeichnung ab. Zu seinen Lehrern zählten in Orgelliteraturspiel Prof. Bernhard Haas und Prof. Dr. Ludger Lohmann, in Orgelimprovisation Prof. Willibald Bezler, Prof. Jürgen Essl und Domorganist Johannes Mayr, in Cembalo Prof. Jörg Halubek und in Dirigieren Prof. Dieter Kurz, Prof. Johannes Knecht, Prof. Richard Wien und Universitätsmusikdirektorin Veronika Stoertzenbach.
Von Oktober 2010 bis Januar 2015 war er Stipendiat des katholischen Begabtenförderungswerkes Cusanuswerk und von Oktober 2013 bis März 2015 musikalischer Assistent von UMD Veronika Stoertzenbach, der künstlerischen Leiterin des Akademischen Chores- und Orchesters der Universität Stuttgart. Von November 2015 bis Dezember 2016 leitete er den Kammerchor Leinfelden und war von Oktober 2015 bis November 2018 Kirchenmusiker an St. Michael in Stuttgart Sillenbuch. Von Mai 2018 bis August 2020 war er zweiter Kirchenmusiker an St. Fidelis Stuttgart und an der musikalischen Konzeption im Rahmen des spirituellen Zentrums station S beteiligt.
Seit Mai 2016 ist er Dozent für Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg am Neckar und seit September 2020 Kirchenmusiker an St. Elisabeth in Stuttgart.
Neben regelmäßigen Orgelkonzerten im In- und Ausland und Chorauftritten ist Peter Schleicher als Continuo-Spieler und Korrepetitor tätig. Konzertreisen führten ihn u. a. nach Frankreich, Österreich, Italien und Südafrika.
Meisterkurse und Fortbildungen hat er u. a. bei den Organisten Pieter van Dijk, Francesco Finotti, François-Henri Houbart, Luigi Ferdinando Tagliavini und Jean Guillou besucht, sowie bei den Chordirigenten Bérnard Tétu und Nicole Corti.
Peter Schleicher war: Preisträger beim 10. Bundeswettbewerb für Schulpraktisches Klavierspiel in Weimar im Jahre 2010, Dritter Preisträger beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd im Jahre 2011, Finalist beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation „Westfalen Impro 4“ im Jahre 2011, Dritter Preisträger beim Ökumenischen Orgelimprovisations-Wettbewerb in Düsseldorf im Jahre 2012, Halbfinalist beim Wettbewerb des Deutschen Musikrates in der Kategorie Orgel in Stuttgart im Jahre 2013, Zweiter Preisträger und Gewinner des Publikumpreises beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd im Jahre 2013, Dritter Preisträger beim 10. Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ in Rottenburg am Neckar im Jahre 2013, Zweiter Preisträger beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd im Jahre 2015. Finalist im Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Haarlem im Jahre 2016 Zweiter Preisträger beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd im Jahre 2017.
_____________________________
Sonntag, 26. JULI | 19 UHR
WINFRIED LICHTSCHEIDEL | LANDSBERG a. L.
„Festmusik und Virtuosität“
Programm
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Sinfonia zur Ratswahlkantate BWV29 (Bearbeitung: Harald Feller)
Richard Wagner (1813-1883)
Die Meistersinger von Nürnberg, WWV 96: Vorspiel (Bearbeitung für Orgel: Edwin Lemare)
Johann Bernhard Bach (1676-1749)
Ciacona in B-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Fantasie in f-Moll KV 608
Allegro-Andante-Tempo primo
Franz Liszt (1811-1886)
Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam"
Vita
Winfried Lichtscheidel: geb. 1980 in Friedrichshafen, studierte nach dem Abitur Kirchenmusik und Orgel als künstlerisches Hauptfach an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, u.a. bei Prof. Dr. Ludger Lohmann, Prof. Willibald Bezler und Prof. Hans Martin Corrinth und Prof. Dieter Kurz. Sein prägendster Lehrer war Prof. Bernhard Haas. 2008 schloss er mit dem Master-Examen (A-Prüfung) für Kirchenmusik und 2010 mit dem Konzertexamen ab.
Bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben errang Winfried Lichtscheidel zahlreiche Preise:
-1. Preis beim Europäischen Orgelwettbewerb in Ljubljana
-Gewinner des Internationalen Orgelwettbewerbes „Domberg- Prediger“ in Erfurt,
-1. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb „Olivier Messiaen und Max Reger“ in Graz
-1. Preis beim 2. Internationalen Orgelwettbewerb „Orgelstadt Landsberg“ 2007 in Landsberg am Lech.
-Zuletzt war er 2009 Preisträger beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Wiesbaden.
-Künstlerförderpreis der Stadt der Friedrichshafen.
Als Organist konzertierte Winfried Lichtscheidel bei renommierten Festivals in mehreren Ländern Europas (Deutschland, Großbritannien, Slowakei, Slowenien, Österreich, Italien, Frankreich, Portugal). Rundfunkaufnahmen in Wien, im großen Sendesaal des ORF-Radiokulturhauses, sowie beim BR und DLF ergänzen seine vielfältige Tätigkeit als Orgelvirtuose. Während des Studiums war Winfried Lichtscheidel als Kirchenmusiker in mehreren Kirchengemeinden am Bodensee tätig. Von 2010 bis 2023 war Winfried Lichtscheidel Organist und Kantor an St. Martinus und Ludgerus in Sendenhorst. Unter anderem liegen beim Label Ambiente die Gesamteinspielungen sämtlicher Orgelsymphonien von Ch.M. Widor und L. Vierne sowie das gesamte Orgelwerk von M. Duruflé lieg vor.
Seine Einspielung mit den 10 Orgelsymphonien von Charles Marie Widor wurde 2018 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Seit April 2023 ist er als Nachfolger von Johannes Skudlik Dekanatskirchenmusiker an der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Landsberg am Lech und künstlerischer Leiter des internationalen Landsberger Orgelsommers. 2023 erfolgte eine Einspielung der sieben Choralfantasien anlässlich des 150. Geburtstag von Max Reger an der Siegfried Schmid-Orgel der Stadtpfarrkirche in Landsberg.
https://www.lichtscheidel.eu